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Archiv EAB NRW 3 - 2004 / EAB Dortmund - Sozialer Sprengstoff
EAB Bezirksverband Dortmund
Sozialer Sprengstoff
Neues Zuwanderungsmodell löst Probleme
dennoch nicht
Die Medien berichten über fehlende Erfolge ausländischer, besonders
türkischer Jugendlicher in Beruf, Ausbildung und Schule.
Als besondere Ursache ist die Unkenntnis bzw. mangelnde Kenntnis der deutschen
Sprache der Eltern, so dass schon bei der Einschulung Sprachdefizite der Erstklässler
festzustellen sind. Obwohl der Staat, die Länder und die Gemeinden, besonders aber
die Kirchengemeinden die Möglichkeit des Erlernens der deutschen Sprache anbieten,
wird dies kaum angenommen. Noch schlimmer ist die Unsitte der Eltern mit ihren Kindern
nach dem Schulbesuch zu Hause nicht in deutscher, sondern in ihrer Muttersprache
zu sprechen.
Ich selbst habe ein Jahr lang mit einem siebenjährigen Mädchen aus Malaysia,
chinesischer Abstammung, täglich Schulaufgaben und die deutsche Sprache geübt. Leider
war die Arbeit erschwert, da der Vater die deutsche Sprache nicht beherrscht und
mit den Kindern nur chinesisch spricht.
Meine Überzeugung aus dieser Arbeit ist, dass um sozialen Sprengstoff zu vermeiden,
die angebotenen Möglichkeiten zum Wohle der Kinder zielorientiert den Eltern zur
Pflicht zu machen sind.
So wird aus einem Handicap eine Zukunftschance.
Karl-Peter Giller, Dortmund

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