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Sie sind hier: EAB NRW - Archiv Presse 2005: Vorzeitiger Ausstieg bei der Ruhrkohle - August 2005


Vorzeitiger Ausstieg bei der Ruhrkohle

Als Evangelische Arbeitnehmerbewegung nehmen wir mit großer Sorge zur Kenntnis, dass die neu gebildete Regierung in Nordrhein-Westfalen mit ihrem Koalitionspartner FDP auch auf dessen Betreiben, die mit der Vorgängerregierung abgeschlossenen sozialverträglichen Stilllegungen im Steinkohlebergbau (Zusage bis 2012) vorzeitig ab 2008 zu beenden.

 

Dieser vorzeitige Ausstieg birgt riesige soziale Gefahren. Die Hälfte aller im Steinkohlebergbau beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat ein Durchschnittsalter von Mitte 30. Diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können gar nicht nach unserer derzeitigen Gesetzeslage "sozial verträglich" entlassen werden. Gleichzeitig würde auch eine Zuliefererindustrie mit einem weltweit einzigen Know how betroffen und die Arbeitslosenzahlen gemeinsam mit den entlassenen Bergleuten in unerträgliche und den sozialen Frieden gefährdende Höhen treiben.

Deshalb fordern wir die neue CDU-FDP-Regierung in Nordrhein-Westfalen auf, die bestehenden und sinnvollen Verträge im Steinkohlebergbau einzuhalten und damit ein Stück Verlässlichkeit zu signalisieren, was auch volkswirtschaftlich einen Sinn macht.

Werner Künkler,
Evangelische Arbeitnehmerbewegung
Nordrhein-Westfalen
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