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Sie sind hier: EAB NRW - Archiv Presse 2003: Der neue Landesvorstand der EAB NRW


 

Arbeitslosigkeit bereitet Evangelischer Arbeitnehmerbewegung große Sorgen

Der neue LandesvorstandDer neue Landesvorstand der EAB
(nicht alle Mitglieder im Bild):
Vorsitzender Werner Künkler, Klaus Dombrowski, Rolf Goeters, Präses Pfarrer Harald Wilhelm, Heinz Goronzy, Ursula Giller, Herbert Sowa, Dieter Wahser, Rudi Refke und Herbert Milinski;
Ehrenbeisitzer Heinrich Galla.

Am Verbandstag in Hassel nahm auch die Bundesvorsitzende Brunhild Bald teil.

 

 


Zwei Bundesregierungen hätten bislang an der Situation nichts Wesentliches verändern können, mehr als vier Millionen arbeitslose Menschen in Deutschland seien ein Skandal, stellte der Sozial- und Gesellschaftspolitische Ausschuss der Evangelischen Arbeitnehmer-Bewegung (EAB), Landesverband Nordrhein -Westfalen, kürzlich bei einem Treffen in Essen fest. Er fordert deshalb die Abgeordneten aller im Bundestag vertretenen Parteien auf, "sich des Problems über alle ideologischen Hemmnisse hinweg anzunehmen".

Mittelfristig werde die hohe Arbeitslosigkeit nur durch gezielte Maßnahmen zu beheben sein. Aus diesem Grund fordert die EAB die rot-grüne Regierung auf, Vorschläge für eine Wende am Arbeitsmarkt zu erarbeiten und diese im Einzelfall mit den Tarifvertragsparteien und der Industrie abzustimmen.

Auch die Opposition sollte nach Meinung der EAB in diese Überlegungen einbezogen werden, weil nur gemeinsam "notfalls in einer großen Wirtschaftskoalition aller Verantwortlichen und in einem neu strukturierten Bündnis für Arbeit" - eine Lösung zu finden sei.

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Konkrete Vorschläge für Ausweg aus der Krise

Der EAB-Ausschuss zählt eine Reihe möglicher Förderungsmaßnahmen auf. Etwa die Förderung von Unternehmensgründungen speziell beim "Mittelstand" strengere Fusionskontrollen, um eine gesunde Wettbewerbsstruktur aufrecht zu erhalten, oder steuerlich begünstigte Fördermaßnahmen für Unternehmen.

Nach Auskunft von Landesverbandsvorsitzenden Werner Künkler plädiert die EAB außerdem für eine stärkere Förderung des zweiten Arbeitsmarktes mit dem Ziel, Langzeitarbeitslose wieder in unbefristete und gerecht bezahlte Jobs zu bekommen. Gleichzeitig spricht sich die EAB für restriktivere Maßnahmen gegenüber Arbeitsunwilligen aus. Auch hält der Landesverband ein Zuwanderungsgesetz für erforderlich.

Die EAB räumt ein, dass diese Vorschläge in der Anfangsphase zunächst kostenintensiv seien und unter Umständen die europaweiten Stabilitätskriterien negativ beeinflussen könnten. Vor dem Hintergrund, dass die Volkswirtschaft in Deutschland mehr als vier Millionen Arbeitslose und darüber hinaus ca. 2,8 Millionen Sozialhilfeempfänger finanziere, gebe es aber kaum Alternativen. Landesverbandsvorsitzender Künkler wörtlich: "Nur gezielte Maßnahmen helfen, jedes Nichthandeln ist nicht mehr bezahlbar."

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EAB - Verbandstag mit Wahlen

Neuwahlen standen im September beim Landesverbandstag der Evangelischen Arbeitnehmer-Bewegung (EAB) in der Markusgemeinde in Hassel im Mittelpunkt.

Zum Vorsitzenden für die nächsten vier Jahre wurde Werner Künkler wiedergewählt, als Stellvertreter fungieren Klaus Dombrowski und Rolf Goeters.

Die 1882 in Schalke gegründete EAB zählt in Gelsenkirchen z.Zt. rund 2200 Mitglieder. EAB Verbandssekretär Ulrich Wöst stellt als wichtigste Aufgabe die Übernahme von sozialer Verantwortung für die Arbeitnehmerschaft heraus: "Deshalb liegen uns die Arbeit unseres Bildungswerks und unsere Erholungsmaßnahmen besonders am Herzen." Die EAB organisiert regelmäßig Reisen für politische und kulturelle Bildung, außerdem können die vereinseigenen Häuser von den Mitgliedern zur Erholung genutzt werden.

Oberbürgermeister Oliver Wittke hob in seinem Grußwort die große soziale Bedeutung der EAB für die Stadt hervor. "Die EAB war und ist in Gelsenkirchen eine wichtige Stimme bei der Diskussion um Massenarbeitslosigkeit und soziale Gerechtigkeit."

Landesverbandsvorsitzender: Werner Künkler

stellvertr. Vorsitzender Westfalen: Rolf Goeters

stellvertr. Vorsitzender Rheinland: Klaus Dombrowski

Landesverbandspräses: Pfr. Harald Wilhelm

Schriftführerin: Ursula Giller

Schatzmeister: Heinz Goronzy

Beisitzer Rheinland: Dieter Wahser, Herbert Sowa

Beisitzer Westfalen: Rudi Refke, Herbert Milinski

Rechnungsprüfer: Alfred Weigelt, Günter Knitter, Ursula Pittruff, Gerd Hörnschemeyer

Gesellschaftspolitischer Ausschuss (GPA): Vorsitz: Werner Künkler

Rüstzeit und Erholungsausschuss Vorsitz: Rudi Refke

Bildungsausschuss Vorsitz: Klaus Dombrowski


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