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Den
kirchlichen Verbänden laufen die Mitglieder fort. Gegen diesen Trend gründete
die Evangelische Arbeitnehmer-Bewegung (EAB) in Rüttenscheid einen neuen Ortsverband
Essen-Altstadt. Mit 200 Sofort-Eintritten.
Ob Deutscher Evangelischer Frauenbund oder Katholische Arbeitnehmer-Bewegung
_ fast alle kirchlichen Verbände klagen über Mitgliederschwund und Überalterung.
Der Frauenbund löste sich im Dezember sogar auf _ mangels Masse. Und jetzt
geht die EAB her und gründet einen neuen Ortsverband. "Wir glauben eben an
Wunder", schmunzelt der Essener Landesverbandsvorsitzende Werner Künkler.
Das Wunder sitzt neben ihm in Gestalt von Hannelore Hildebrandt, Regionalgruppenbeauftragte
des Verbands der Schöffinnen und Schöffen. Dieser Verband schloss sich gestern
mit der EAB zusammen, die längst nicht mehr nur Protestanten aufnimmt, sondern
allen Konfessionen und Weltanschauungen offen steht. 768 Mitglieder bringt
sie mit, davon rund 200 aus Essen. "Wir haben den Zusammenschluss wegen der
guten Fortbildungsmaßnahmen angestrebt, die nun auch unseren Mitgliedern zugute
kommen", sagt Hannelore Hildebrandt. Außerdem engagiere sich die EAB gegen
soziale Kälte, mache umfangreiche Freizeit- und Bildungsangebote und stelle
gute Referenten.
Werner Künkler seinerseits freut sich über die hohe Kompetenz, die 768
Schöffen auch nach ihrer aktiven Arbeit in den NRW-Verband einbringen, dem
15 000 Menschen, darunter Bundespräsident Johannes Rau und Schalke-Präsident
Gerd Rehberg, angehören: "Für uns als Landesverband ist das wie ein Sechser
im Lotto."
Von Bernd Kassner
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