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Sie sind hier: EAB NRW - Archiv Presse 2004: Bestürzung - Offener Brief an die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt BestürzungOffener Brief der EAB NRW an die Bundesministerin für Gesundheit zur Neuregelung von Reha-MaßnahmenSehr geehrte Frau Bundesministerin Schmidt, mit Bestürzung und Betroffenheit nehmen wir als Evangelische Arbeitnehmerbewegung, Landesverband Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis, dass bereits im Dezember 2003 zwischen Ärzten und Krankenkassen, an den Patientenvertretern vorbei, neue Richtlinien für die Behandlung chronisch Kranker, Schlaganfallpatienten, körperlich und geistig Behinderter sowie Kinder mit spastischen Erkrankungen, Bewegungsstörungen und Sprachstörungen, die das siebte Lebensjahr überschritten haben, wie alle übrigen Rehapatienten nur nach dreimonatiger Zwangspause behandelt werden dürfen. Was diese Beschlüsse für chronisch- kranke Rehapatienten und Kinder, die dringend auf Linderung und Heilung ihrer Erkrankungen angewiesen sind, ist selbst aus medizinischer Sicht nicht mehr erklärbar, ganz zu schweigen darüber, dass unser solidarisches Gesundheitssystem, in seinem wesentlichen Teil, dass die Starken die Schwachen mittragen, auf den Kopf gestellt wird. Bei allem sicherlich notwendigem Reformwillen im Gesundheitswesen geht dabei noch Vernunft und Augenmaß verloren. Sehr geehrte Frau Ministerin, wir bitten Sie auch im Namen der vorgenannten schwerst erkrankten Menschen, stoppen Sie diese schlimmen Vorschläge. Eine Gesellschaft, ein Gemeinwesen ist immer so sozial und menschlich, wie sie mit den Schwachen umgeht! Mit freundlichen Grüßen Werner Künkler, Landesverbandsvorsitzender EAB-NRW |
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