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Sie sind hier: EAB NRW - Archiv Rundschreiben: Vorsitzendenkonferenz der EAB in Hilchenbach Oktober 2003 Vorsitzendenkonferenz der EAB in Hilchenbach vom 7. - 9. Oktober 2003 Begrüßungsansprache des Landesverbandsvorsitzenden Herrn Werner Künkler
Liebe/r Vorsitzende/r, liebe Schwestern, liebe Brüder, ich begrüße Sie und euch ganz herzlich zu unserer diesjährigen Vorsitzendentagung hier im Richard-Martin-Haus in Hilchenbach. Ganz besonders freue ich mich, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind. Zum einem haben unsere Vorsitzendentagungen eine jahrzehntelange Tradition. Zum anderen sind sie Bestandteil eine der wichtigsten Kommunikationsschiene geworden. In keinem unserer anderen Gremien wie z.B. Verbandsrat, Delegiertenversammlung usw. treffen wir mit so vielen, ehrenamtlichen Funktionsträgem zusammen, ich sage mit den wichtigsten unseres Verbandes, es sind die Vorsitzenden der Vereine und Bezirke. Somit soll auch diese Tagung dem Informationsaustausch dienen, dem Informationstausch untereinander und miteinander. Ebenso möchten wir als Vorstand Informationen über das weitergeben, was wir tun, was wir planen, welch Ziele wir verfolgen. Wie kann ein Verband wie die EAB mit einem mehr als lOOjährigen Bestehen, mit einer ebenso langen Aufgabenstellung, die von christlicher Ethik geprägt sein soll, auf die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Probleme und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren? Einer Zeit, in der nur die Stetigkeit von immer schnelleren Veränderungen m den vorgenannten Bereichen so stark geworden ist. Viele unserer Bürgerinnen und Bürger haben in allen Generationen echte und ernst zu nehmende Probleme und suchen oftmals Antwort nach dem Sinn, nach Werten, die Bestand haben sollen. Die so genannte Spaßgesellschaft hat die Antwort nicht! Hat unsere Evangelische Kirche nach wie vor Antworten für uns? Ja, sie müsste sie haben, leider fehlen sie oft konkret oder ergeben sich in hochkarätigen, gemeinsamen Worten, die allen Christinnen und Christen auch zugänglich gemacht werden, in denen wir uns auch wieder finden können. In denen sich auch alle gesellschaftlichen Gruppen finden und alle betreffen oder betroffen machen sollten. Wenn das gelingt ist es wunderbar. Schöne heile Welt. Christen haben Antworten! Spätestens, wenn der Arbeitsalltag wieder beginnt holen uns die Probleme, ja auch die Zweifel, sehr schnell wieder ein, was seit langem Bestand hatte, wie unser Solidarsystem, ist plötzlich oder schon seit langem reformbedürftig geworden. Das wird auch von kaum jemanden bezweifelt. Speziell ein Arbeitnehmerverband wie unsere EAB spürt plötzlich und auch unsere engagierten Mitglieder, dass selbst Reformvorschläge unseren Regierenden wie auch unsere Opposition eine gekannte kurze Halbwertzeit haben. Wir, liebe Schwestern und Brüder, die wir aus der Arbeitswelt kommen und innerhalb unserer EAB, in Vereinen und Bezirken und darüber hinaus in Gesellschaft und Wirtschaft, in Kirchen, Gewerkschaften und Parteien Verantwortung tragen können, und müssen uns hier verstärkt einbringen.
Aus diesem Hintergrund reichen gut gemeinte Ermahnungen an die Handelnden auch von Seiten unserer Kirche wohl nicht mehr aus. Wir müssen hier angefangen in unseren Vereinen, in den Kirchengemeinden uns zu Wort melden und uns einbringen, und wenn ich einmal mit Freude feststellen kann, ist der größte Teil unserer EAB-Vereine, speziell über die Bildungsveranstaltungen, hier unermüdlich und aktiv tätig. Dafür an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön. Auch dafür, dass wir so manche Stammtischmeinung, die immer wieder mangels besserem Wissen vorhanden war oder ist, mit guten Argumenten brechen konnten. Auch dafür, dass eine große Zahl von Querdenkern unter uns, uns rechtzeitig ermahnt haben, auch bei politischen und ideologischen Bindungen, zu dem uns als Arbeitnehmer nahen Standorten zurückzufinden. Unser letzter Verbandstag am 11.10.2002 stand unter dem Motto: Solidarisch bei den Menschen. Mit großer Freude konnten wir danach feststellen, dass diese Überschrift nicht nur angekommen ist, sondern auch mit Leben gefüllt wurde (zuletzt in Duisburg-Hamborn) in einem Bündnis für soziale Gerechtigkeit in Vereinen, in Bezirken (z. B. im Sozialverband Gelsenkirchen) und darüber hinaus in einem Bündnis soziale Bewegung NRW, auch wenn im letzten Bündnis einige sehr farbige Mitstreiter sind. Plötzlich ziehen wir auch innerhalb und außerhalb unserer Kirche Aufmerksamkeit und manchmal sicherlich auch Kritik auf uns und das ist gut so! Es ist großer Teil einer Antwort auf die Frage welche Aufgabenstellung hat ein christlicher Verband, der mehr als 100 Jahre besteht? Eine genau so wichtige und richtige Antwort ist, dass wir ganz nah bei den Menschen in unserer Kirchengemeinde sind. Entsprechend unserer Losung Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen Gal 6, Vers 2 dass wir ein freundschaftliches Miteinander pflegen, ja eine richtig gute Kultur bei Reisen und Geselligkeit pflegen und damit vielen Menschen Freude schenken und das mit zunehmendem Erfolg. Es ist auch dieser Erfolg der unsere Vereine weiter leben lässt, auch wenn seit Generationen uns immer wieder nachgesagt wurde, dass wir aussterben. Und ganz nüchtern betrachtet wird uns diese Sorge auch in Zukunft weiter begleiten. Ich möchte, bevor wir in unser Programm einsteigen, euch allen danken für Eure Vereinsarbeit, für Ihre Vorstandsarbeit, für alle Bemühungen, Kritik und ganz besonders dafür, dass Sie so aktiv mitgeholfen haben, wenn uns auch einmal Fehler passiert sind (Sterbekasse), manchmal sind Fehlschläge lehrreicher als Erfolge. Ich wünsche uns aktive und engagierte Diskussionsbeiträge sowie gute Vorschläge für unsere Tagung und ebensoviel Geselligkeit und Freude sowie ein herzliches Glück auf! Euer Werner Künkler |
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