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Sie sind hier: EAB NRW - Archiv Rundschreiben: Adventsgrüsse 2003 vom Präses der EAB NRW Harald Wilhelm Dezember 2003 »Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.« (aus Lukas 1, 46-54)
Liebe EAB-Familie, das ist das M A G N I F I C A T
Worte aus dem Lukasevangelium sind der Lobpreis der Maria. Es ist der Freudenruf einer werdenden Mutter. Nicht irgend einer Schwangeren, sondern der künftigen Mutter Jesu. Ihre Freude geht weit hinaus über die Mutterfreuden, die für sich schon übergroß sind. In Marias Freude scheinen konkrete Gründe auf: Hochmut wird nicht mehr sein, Hunger und Verelendung haben ein Ende, Gewalt und Krieg haben verloren, Gier und Ungerechtigkeit laufen ins Leere, stattdessen: Barmherzigkeit, Recht, Leben - und das gilt für alle Menschen. Das sind die Erwartungen, die Maria mit der Geburt ihres Sohnes verbindet. Er wird nicht irgendein Kind sein, sondern Sohn des Höchsten genannt werden. Das sind die Erwartungen, die Menschen immer wieder in Gottes Menschwerdung, in der Geburt des Messias, erfüllt sahen und sehen. Das ist Weihnachten und die Freude vor dem Fest. Das sind die Erwartungen, die wir nur noch ganz selten mit ,,Weihnachten" und ,,Advent" assoziieren; - und noch weniger wirklich, ganz real, erwarten. Es mag sein, dass wir uns nicht in der Niedrigkeit der Maria sehen. Eine Niedrigkeit, die sowohl eine soziale war, als auch Demut vor Gott meint. Es mag sein, dass wir zu reich sind, und dass uns daher solche Freuden des M A G N I F I C A T abschrecken, weil wir nicht leer ausgehen möchten. Es mag sein, dass wir nicht wirklich mit Gott rechnen, also eine Demut, wie sie Maria hatte, unbekannt ist, und dass wir daher nichts für unser Leben und seine Lagen erwarten - jedenfalls nicht von Gott her. Es mag sein, dass wir noch ganz andere Gründe haben, warum uns solche Freuden befremden. Ich wünsche Ihnen allerdings ein weites, offenes Herzen für diese biblischen Verheißungen und Hoffnungen, die mit Jesu Geburt verbunden sind. Dieses wünsche ich uns allen, weil wir auch in den nächsten Jahren nicht weniger als sonst Menschen brauchen, die an einer gerechten und friedlichen Gesellschaft mitarbeiten. Als EAB können und sollten wir unseren Teil dazu beitragen, denn das M A G N I F I C A T ist der Freudenruf, der auf Jesu Geburt vorbereitet und auf die Zeit danach verweist. Einen gesegneten Vorabend am 24., und ein friedvolles Geburtsfest am 25., Ihnen und Ihren Angehörigen, Ihr Harald Wilhelm Präses des Landesverbandes NRW der EAB |
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