Archiv EAB-NRW
2010
Maiaufruf 2010
Gemeinsam und solidarisch zusammenstehen
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Schwestern, liebe Brüder,
seit Jahrzehnten ist der 1. Mai der große Tag an dem national wie international Arbeitnehmer für ihre gemeinsamen und sozialen Rechte und wirtschaftlichen Anliegen demonstrieren.
In den letzten Jahren sind nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch weltweit, soziale und gemeinsam erkämpfte Errungenschaften zu Gunsten einer nur noch marktorientierten Werteordnung, die an den Menschen vorbei, unter die Räder gekommen.
Die Ausreden, der konservativen und neoliberalen Politiker auch in unserem Land sind immer wieder die gleichen.
Mit Schlagworten wie:
Globalisierung - Es gibt weniger zu verteilen
wurden den Menschen die unsozialen und teilweise menschenverachtenden Praktiken in unserer immer kälter werdenden Gesellschaft näher gebracht.
Deshalb wehren wir uns als evangelische Arbeitnehmer dagegen:
- Dass immer nur wenige von einer ungerechten Verteilung zu Lasten der Arbeitnehmer vom produktiven Fortschritt profitieren.
- Dass jeder zweite Arbeitsvertrag in Deutschland ein Zeitvertrag ist und gegen die Planung des Bundesarbeitsministeriums, diesen für die Arbeitnehmer weitgehenst rechtlosen und unterbezahlten Bereich auszubauen.
- Dass die Kopfpauschale, als unerträgliche Maßnahme für eine weitere Erosion der Solidarität im Gesundheitswesen, eingeführt werden soll.
- Dass es immer noch nicht gelungen ist, trotz Zusagen einen allgemein verbindlichen Mindestlohn einzuführen.
Zusammen mit den im DGB vertretenden Gewerkschaften und den Kirchen, werden wir gegen die unerträglichen Zustände im SGB II (Hartz IV) für die Benachteiligten und gegen Arbeitslosigkeit und Kinderarmut eintreten.
In einem der reichsten Ländern der Erde, zu denen die Bundesrepublik zählt, sind die sozialen Missstände, für die Arbeitnehmer und Arbeitslosen ein Skandal.
Nur gemeinsames Zusammenstehen in Solidarität hilft dagegen.
EAB NRW und Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V. - Werner KünklerAnmerkungen von Werner Künkler 
Unsere Gesellschaft braucht mehr Solidarität und gemeinsame Ziele - Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu wenig davon bemerkt?
Nur so ist es wohl zu erklären, dass ein Steuerbetrüger seine Liechtensteiner Bank auf sieben Millionen Euro Schadenersatz verklagt, und Recht bekommt, nur weil sie ihn nicht rechtzeitig über den Diebstahl der Daten-CD mit seinen hinterzogenen Steuergeldern informiert hat und er keine Selbstanzeige mehr erstatten konnte.
Hier steht einiges auf dem Kopf in unserer Gesellschaft, wenn ein Steuerbetrüger per Recht und Rechtsstaat seine völlig zu Recht bestehende Strafe zurückklagen kann. Ist unser Rechtsbewußtsein so sehr unter die Räder gekommen, wenn renommierte Anlageberater in einer Talk-Show der ARD, Steuerbetrüger Notwehr testieren?
Es kann doch wohl nur ein gestörtes Rechtsempfinden vorliegen, wenn Politiker jetzt darüber streiten ob der Staat, die ihm gegen Geld angebotenen CDs mit Daten der Steuerbetrüger, zur Ermittlung verwenden darf?
Es soll und muss ermittelt werden! . ...mehr...(als PDF-Datei 162 kb)
2009
Noch aktuell:
Juni 2009 - Pressemitteilung - Großunternehmen in der Krise
Mit großer Sorge betrachten wir die momentanen Krisen bei einigen Großunternehmen, die Arbeitsplätze kosten. Mit großer Sorge betrachten wir die momentanen Krisen bei einigen Großunternehmen, die Arbeitsplätze kosten. Selbstverständlich ist es gut und richtig alle Möglichkeiten zum Erhalt von Arbeitsplätzen auszuschöpfen, damit die Arbeitnehmer nicht wieder die Suppe auslöffeln müssen, die vorher von gierigen Banken und größenwahnsinnigen Managern zubereitet wurde. Dabei stößt unser sozialer Rechtsstaat mit seiner sozialen Marktwirtschaft, jetzt an die Grenzen. Die Entwicklung läuft zurzeit in eine Richtung, die selbstverständlich nur das Ziel kennt, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu Lasten der Allgemeinheit, d. h. der Steuerzahler zu sozialisieren! mehr...
Veröffentlichungen in der BVEA Rundschau Ausgabe 3-2009 - www.bvea.de - Externe Seite!
EAB-NRW - Panik in Nordrhein-Westfalen! - Reinhard Ziegler „Linke wollen RWE und EON verstaatlichen“ Die Medien sind in heller Aufregung. In der Tat ist im Wahlprogramm der NRW-Linken für die Landtagswahl 2010 Erstaunliches zu finden. Überführung von Großbetrieben der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung für NRW haben, in Gemeineigentum Steuererhöhungen für Reiche und große Unternehmen Abschaffung von Minijobs. Als Anspruch über allem steht schlicht die Forderung nach einer Umverteilung von oben nach unten. Nachdem dieser Prozess seit mindestens 3 Jahrzehnten umgekehrt verläuft, tut eine Auseinandersetzung mit völlig neuem Politikinhalt durchaus not. Der Sozialstaat nach Vorstellung von Alfred Müller-Armack befindet sich in Abwicklung. Kinderarmut und damit Familiennot wird zwar aus allen Richtungen beklagt, steigt aber dennoch unaufhörlich. Auch tausende Suppenküchen und Armenspeisungen nach amerikanischem Vorbild belegen die Abwärtsentwicklung. mehr...
EAB-NRW - EAB Oberhausen - Bericht zur Kinderarmut in Deutschland - Horst Hülsermann Vor den Mitgliedern aus 7 Ortverbänden wurde auf dem 1. Bezirksschulungstages der EAB Oberhausen in Altstaden über Kinderarmut gesprochen. Die Kinderarmut ist real, nicht nur in der so genannten dritten Welt, sondern auch in Deutschland. Auch nur ein armes Kind ist zuviel in der Statistik. Die dazu vom Referenten Herrn Harald Schrapers vorgetragenen Daten und Fakten sorgten für Besorgnis und Bestürzung bei den Anwesenden. Kinder sind bei uns am häufigsten von Armut bedroht, Armut scheint offenbar vererbbar. Massive Investitionen sind notwendig Aber es geht weltweit um mehr als materielle Armut: Bildungsarmut, mangelnde Förderung, Fehlernährung, schlechte Gesundheit, Bewegungsmangel. In Zukunft wird es darauf ankommen das es Menschen gibt die sich kompetent, einfühlsam und ausreichend Zeit für Kinder, Jugendliche und auch deren Eltern nehmen die Unterstützung brauchen. Aber nicht nur Eigenverantwortung würde helfen, auch der Staat ist gefordert. Massive Investitionen u.a. in die Kinderbetreuung, Ganztagsschulen und ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, wie für 2013 geplant, sind nur ein Teil der notwendigen Maßnahmen. Steuerlich absetzbare Kinderbetreuung, Kindergelderhöhung und Einführung des Elterngeldes sind ebenfalls ein zentraler Ansatz auf dem Weg aus der Kinderarmut heraus zu kommen. Auf den Anfang kommt es an! mehr...
EAB-NRW - EAB Düsseldorf - Resolution - Managerboni sind ein Skandal - Bettina Wiedbrauk Als Mitglieder einer Arbeitnehmerorganisation beklagen wir den höchsten Schuldenstand unseres Staates von derzeit ca. 2 Billionen Euro. Zur gleichen Zeit erlauben sich marode Banken Bonuszahlungen und Prämien in schwindelerregender Höhe an Vorstandsmitglieder und Manager zu verteilen. Auch unsere Politiker mögen empört darüber sein, haben aber durch butterweiche Rahmenbedingungen der zunehmenden Geldgier den Weg geebnet. Wir fordern, schnellstmöglich Landesgesetze zu schaffen, die verhindern, dass Banken, die mit unseren Steuergeldern gerettet wurden, weiterhin Missbrauch, wie oben genannt, damit betreiben können. mehr...
2008 
Gesellschaftspolitischer Ausschuß / Essen - Tarifautonomie - September 2008
- Reform der Tarifautonomie - als pdf-Datei (74kb)
Die unsozialen Machenschaften der Splittergewerkschaften, wie z.B. des christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB) sowie auch der bis zur Korruptheit tätigen Gewerkschaften wie (AUB bei Siemens) fügen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch sogenannte Haustarife erhebliche finanzielle Notlagen zu. So hat der Postzusteller TNT mit der christlichen Postgewerkschaft die, als Minigewerkschaft innerhalb von TNT nur ganze 500 Mitglieder – ( 0,3 % der Gesamtbelegschaft) - hat, einen Haustarifvertrag abgeschlossen mit Stundenlohn von ca. 6,50 EUR und nur 22 Tage Urlaub ( der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Tage), abgeschlossen. mehr...
Gesellschaftspolitischer Ausschuß / Essen - Zukunft des Sozialstaates - September 2008
- Zukunft des Sozialstaates - als pdf-Datei (77kb)
Die Evangelische Arbeitnehmerbewegung Landesverband Nordrhein- Westfalen e. V. ermahnt die Politiker aller demokratischen Parteien, den negativen Entwicklungen und dem damit verbundenen Sozialabbau in unserem Staate entschieden entgegen zu treten. Der Aufschwung in der gesamten Wirtschaft hat zu einem vergleichsweise geringen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geführt. In größtem Ausmaß wurden dabei immer mehr Minijobs mit niedrigen Einkommen geschaffen. So gehört heute jeder 5. Arbeitnehmer zum Kreise der Niedrigverdiener. mehr...
Weltweite Bankenkrise - Das große Glaubensproblem an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft - Werner Künkler Mai 2008
- Weltweite Bankenkrise - als pdf -Datei (62 kb)
In einem eindringlichen Appell an Regierungen und Zentralbanken fordert der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann mit „mutigen Schritten“, die Abwärtsspirale und damit die Erosionen der Börsen zu stoppen.„Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft“ so ließ Herr Ackermann es verlauten.Nun könnte der Normalbürger, mit einem guten Gedächtnis ausgestattet, sagen:
„Liebe, geldgierige Bänker, wollt Ihr wirklich, die weltweite, hausgemachte Kapitalvernichtung durch verzocken den Steuerzahlern aufbürden? mehr...
Resolution der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung - Nokia Bochum EAB NRW/ EAB Werner Künkler / Essen 2008
- Resolution der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung / EAB - als pdf-Datei (62kb)
Mit großer Betroffenheit, Sorge und Zorn mussten wir über die Medien erfahren, dass das Vorzeigeunternehmen Nokia Bochum, trotz guter Auslastung und guter technisch hochwertiger Produkte, die gut im Markt eingeführt sind, am 1.7.2008, zugunsten einer Produktionsstätte in Osteuropa (Rumänien), geschlossen werden soll. mehr...
2007
Den Glauben leben im Kontext der Globalisierung - Helmut Faber - November 2007
- Den Glauben leben im Kontext der Globalisierung - Helmut Faber - als pdf-Datei (93kb)
Nun ist es unausweichlich geworden: die Kirchen müssen sich mit der Globalisierung auseinandersetzen. In der Ökumene geschieht dies schon seit längerem , zuletzt mit dem AGAPE-Papier auf der Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre (2006). Inzwischen ist die Globalisierung auch Thema von Landes-und Kreissynoden. Genau genommen geht es um die wirtschaftliche Globalisierung und deren verheerende Folgen. mehr...
Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland - Werner Künkler / Essen, November 2007
- Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland - als pdf-Datei (235kb)
unter dieser Überschrift verfasste das internationale Arbeitsamt (iAA) in Genf einen umfassenden Bericht zu diesem Thema, der sich ausschließlich auf Tatsachenberichte stützt. Sicherlich ist dieses Institut in Genf über jeden Zweifel erhaben. Eigentlich ist das, was hier in unserer Bundesrepublik Deutschland recherchiert wurde, so ungeheuerlich und kriminell, dass die zuständigen Staatsanwaltschaften jede Menge Arbeit haben müssten. Man fühlt sich in der Tat in das 19. Jahrhundert zurückversetzt, mit allen frühkapitalistischen und unsozialen Zuständen. mehr...
Das leidige „Diäten-Theater“ Die geforderte Strukturreform ist längst überfällig - Hans-Georg Glaser - November 2007
- Das leidige „Diäten-Theater“ als pdf-Datei (91 kb)
Wie schon so oft in der jüngsten Vergangenheit erleben wir zurzeit wieder das alte „Diätentheater“. Während sich die Abgeordneten der „Großen Koalition“ seit Monaten über die Verlängerung des Arbeitslosengeldes, einen Mindestlohn, die Rente mit 67 und anderen wichtigen Fragen streiten, genügt ein Gespräch zwischen den Parlamentarischen Geschäftsführern der beiden großen „Volksparteien“ und eine Erhöhung der Abgeordnetenbezüge um über 9 % in den nächsten beiden Jahren ist perfekt. mehr...
Arbeitnehmer sollen sich im Urlaub weiterbilden. - Werner Künkler 2007
- Arbeitnehmer sollen sich im Urlaub weiterbilden. zur pdf-Datei (182 kb)
Mit dieser Forderung will der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der Ausbildungsmisere und dem insgesamt auf dem hinteren Plätzen liegenden Bildungsstand der Deutschen begegnen. - Zunächst einmal ist fest zu halten und richtig, dass die Bildung in unserem Hochtechnologieland Bundesrepublik Deutschland im europäischen Vergleich auf den hinteren Plätzen rangiert.Die Gründe dafür sind recht unterschiedlich und differenziert zu sehen. mehr...
Grundeinkommen für alle – keine Utopie - Helmut Faber 2007
- Keine Frage - eine Utopie dagegen ist die Rede von der Vollbeschäftigung. zur pdf-Datei (114 kb)
Sie ist sogar bewusste Täuschung. „In Lohn und Brot durch Erwerbsarbeit ist Augenwischerei“ (G.Werner) Nur noch ein geringer und weiterhin rückgängiger Anteil unserer arbeitsfähigen Gesellschaft wird Erwerbsarbeit finden. Arbeit dagegen gibt es in vielen gesellschaftsrelevanten Bereichen zur Genüge (Soziales, Kultur und Bildung, Umwelt). Allerdings sind Arbeit und Einkommen unabhängig von einander zu betrachten. Ein Recht auf Erwerbsarbeit kann nicht mehr gewährleistet werden und eine Pflicht zur Arbeit nicht gefordert werden. mehr...
Zum 100. Geburtstag der Widerstandskämpfer Alfred Delp und James von Moltke - Von Hans-Georg Glaser
- Zum 100. Geburtstag der Widerstandskämpfer Alfred Delp und James von Moltke zur pdf-Datei (86 kb)
Ökumene im Widerstand gegen das Nazi-Regime. Der Katholik Alfred Delp und der Protestant Helmuth James von Moltke.„Es ist ein einmaliges Ereignis in der deutschen Geschichte, dass ein Protestant und ein Jesuit gemeinsam zur Zielscheibe staatlicher Verfolgung wurden und gemeinsam starben. Die national-sozialistische Verfolgung bestätigte auf ihre Weise den Charakter des Kreisauer Kreises als eine Ökumene des gemeinsamen Leidens und des gemeinsamen Widerstandes“.So würdigt der evangelische Theologe und Historiker Günter Brakelmann in seiner erschienenen bedeutenden Biografie „Helmuth James von Moltke“ das Wirken zweier mutiger und entschlossener Widerstandskämpfer gegen Hitler, des Jesuitenpaters Alfred Delp und des Protestanten aus preußischer Tradition Helmuth James von Moltke. mehr...
