Erster Mai - EAB NRW Aufruf - Sammlung
Erster Mai 2011
Mai-Aufruf 2011
Gerechte Teilhabe am Aufschwung
Eine gerechte Teilhabe am Aufschwung für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen - das ist und bleibt auch zum 1. Mai 2011 unsere große sozialpolitische Forderung.
Seit Jahrzehnten kämpfen wir zusammen mit den Gewerkschaften darum.
Leider können wir auch in diesem Jahr wieder feststellen, dass unsere regierungsverantwortlichen Politiker/innen außer Sonn- und Feiertagsreden recht wenig dafür tun.
Immer mehr Menschen gelangen zu der Erkenntnis, dass nicht die Politik sondern die Wirtschaft die Maßstäbe für soziale Gerechtigkeit setzt.
Wir sagen: Schluss mit einer Marktwirtschaft, die nicht mehr den Menschen dient.“
Wer die Bundesregierung verklagen will, weil man nicht weiterhin mit schrottreifen Atomkraftwerken täglich mehr als 1 Mio. € verdienen kann und dabei die Risiken einer unsicheren Technik mit ihren ungelösten Endlagerproblemen für die Gesundheit der Menschen und der Umwelt in Kauf nimmt, hat wohl kaum einen berechtigten Platz in Wirtschaft und Gesellschaft.
Wir sagen: Schluss mit dieser verantwortungslosen Energie-Erzeugung. Erneuerbare Energien können schon jetzt einen großen Bedarf decken.
Wer weiterhin trotz Fachkräftemangel immer noch die Leiharbeit mit unterbezahlten und weitgehend rechtlosen Arbeitnehmer/innen fördert, gefährdet den sozialen Frieden.
Ebenso ist der Mindestlohn, von dem die Menschen leben können, längst überfällig.
Die paritätische Beitragsregelung in allen Sozialversicherungsbereichen muss wieder hergestellt werden - ohne Wenn und Aber.
Deshalb beteiligen wir uns an den Sozialwahlen 2011.
Wir sagen: Schluss mit der Leiharbeit! Ein gerechter Mindestlohn ist unabdingbar. Jedes Einkommen sollte versicherungspflichtig sein.
Verantwortliche Wirtschafts- und Sozialpolitik muss zuerst den Menschen wieder dienen.
Die Menschen brauchen eine glaubhafte und verantwortungsvolle Politik, die den sozialen Frieden in unserem Land festigt.
Evangelische Arbeitnehmer Bewegung NRW e.V. Werner Künkler Landesverbandsvorsitzender
Erster Mai 2010
Maiaufruf 2010
Gemeinsam und solidarisch zusammenstehen
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Schwestern, liebe Brüder,
seit Jahrzehnten ist der 1. Mai der große Tag an dem national wie international Arbeitnehmer für ihre gemeinsamen und sozialen Rechte und wirtschaftlichen Anliegen demonstrieren.
In den letzten Jahren sind nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch weltweit, soziale und gemeinsam erkämpfte Errungenschaften zu Gunsten einer nur noch marktorientierten Werteordnung, die an den Menschen vorbei, unter die Räder gekommen.
Die Ausreden, der konservativen und neoliberalen Politiker auch in unserem Land sind immer wieder die gleichen.
Mit Schlagworten wie: Globalisierung - Es gibt weniger zu verteilen
wurden den Menschen die unsozialen und teilweise menschenverachtenden Praktiken in unserer immer kälter werdenden Gesellschaft näher gebracht.
Deshalb wehren wir uns als evangelische Arbeitnehmer dagegen:
- Dass immer nur wenige von einer ungerechten Verteilung zu Lasten der Arbeitnehmer vom produktiven Fortschritt profitieren.
- Dass jeder zweite Arbeitsvertrag in Deutschland ein Zeitvertrag ist und gegen die Planung des Bundesarbeitsministeriums, diesen für die Arbeitnehmer weitgehenst rechtlosen und unterbezahlten Bereich auszubauen.
- Dass die Kopfpauschale, als unerträgliche Maßnahme für eine weitere Erosion der Solidarität im Gesundheitswesen, eingeführt werden soll.
- Dass es immer noch nicht gelungen ist, trotz Zusagen einen allgemein verbindlichen Mindestlohn einzuführen.
Zusammen mit den im DGB vertretenden Gewerkschaften und den Kirchen, werden wir gegen die unerträglichen Zustände im SGB II (Hartz IV) für die Benachteiligten und gegen Arbeitslosigkeit und Kinderarmut eintreten.
In einem der reichsten Ländern der Erde, zu denen die Bundesrepublik zählt, sind die sozialen Missstände, für die Arbeitnehmer und Arbeitslosen ein Skandal.
Nur gemeinsames Zusammenstehen in Solidarität hilft dagegen.
EAB NRW und Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V. - Werner Künkler
- Anmerkungen von Werner Künkler
Unsere Gesellschaft braucht mehr Solidarität und gemeinsame Ziele - Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu wenig davon bemerkt?
Nur so ist es wohl zu erklären, dass ein Steuerbetrüger seine Liechtensteiner Bank auf sieben Millionen Euro Schadenersatz verklagt, und Recht bekommt, nur weil sie ihn nicht rechtzeitig über den Diebstahl der Daten-CD mit seinen hinterzogenen Steuergeldern informiert hat und er keine Selbstanzeige mehr erstatten konnte.
Hier steht einiges auf dem Kopf in unserer Gesellschaft, wenn ein Steuerbetrüger per Recht und Rechtsstaat seine völlig zu Recht bestehende Strafe zurückklagen kann. Ist unser Rechtsbewußtsein so sehr unter die Räder gekommen, wenn renommierte Anlageberater in einer Talk-Show der ARD, Steuerbetrüger Notwehr testieren?
Es kann doch wohl nur ein gestörtes Rechtsempfinden vorliegen, wenn Politiker jetzt darüber streiten ob der Staat, die ihm gegen Geld angebotenen CDs mit Daten der Steuerbetrüger, zur Ermittlung verwenden darf?
Es soll und muss ermittelt werden!
Erster Mai 2009
Aufruf zum 1.Mai 2009!
Zusammen mit allen Arbeitnehmerorganisationen rufen wir Euch alle auf, gemeinsam
in Solidarität und demokratischer Mitverantwortung
zum 1.Mai mit allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen gegen die, die für die in Wirkung und Ausmaß weltweite Finanzkrise und Wirtschaftskrise verantwortlich sind zu demonstrieren. Es kann und darf nicht sein, dass eine kleine Gruppe Banker ganze Volkswirtschaften und die Beschäftigten in Not und Armut stürzen. Ebenfalls wehren wir uns entschieden dagegen, dass Banken nach den angerichteten Schäden systemrelevant sein sollen und ganze Industriezweige, deren Arbeitsplätze aufgrund der Finanzkrise gefährdet sind, es nicht sein sollen.
Weiterhin fordern wir alle Politiker und ihre Parteien auf, endlich für einen gerechten Mindestlohn zu kämpfen.
Wir schließen uns dem Aufruf des deutschen Gewerkschaftsbundes an.
Arbeit für Alle, bei gerechtem Lohn.
Noch nie waren unsere Demokratie und der soziale Frieden in unserem Lande durch die Machenschaften ewig gestriger Politiker zum Thema Mindestlohn so gefährdet, wie zum jetzigen Zeitpunkt. Gemeinsam in Mitverantwortung und Solidarität stehen wir an der Seite aller Arbeitnehmer, Arbeitslosen und Rentner, und ihren Familien, deren Existenz durch gewissenlose Finanzjongleure gefährdet ist. Gemeinsam in Mitverantwortung bekämpfen wir jede Form von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten. Gemeinsam und in Mitverantwortung fordern wir ein besseres Bildungssystem in unseren Schulen, sowie bei der beruflichen Bildung.
Es geht um unsere Zukunft!
Deshalb lasst uns kämpfen:
- für den Erhalt von Arbeitsplätzen
- für mehr Demokratie und Mitbestimmung
- für einen fairen Lohn für Alle
Werner Künkler, Bundesvorsitzender der Evangelischen Arbeitnehmerorganisationen e. V.

