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Weltweite Bankenkrise Das große Glaubensproblem an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft
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In einem eindringlichen Appell an Regierungen und Zentralbanken fordert der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann mit „mutigen Schritten“, die Abwärtsspirale und damit die Erosionen der Börsen zu stoppen.
„Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft“ so ließ Herr Ackermann es verlauten.
Nun könnte der Normalbürger, mit einem guten Gedächtnis ausgestattet, sagen:
„Liebe, geldgierige Bänker, wollt Ihr wirklich, die weltweite, hausgemachte Kapitalvernichtung durch verzocken den Steuerzahlern aufbürden?“
Auch die Überzeugung von Herrn Ackermann, der jahrzehntelang ohne soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehandelt hat, dass es die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft sind, die jede Maßlosigkeit und Gier zulassen konnten, haben schließlich zu diesem weltweiten Desaster geführt. Nicht zu vergessen ist auch das Viktoriazeichen des Herrn Ackermann beim Vodafonskandal.
Dennoch sind die Folgen aus dem vorgenannten, weltweiten Bankenskandal bis in unsere Volkswirtschaft unverkennbar und werden dem Aufschwung erheblichen Schaden zufügen.
Schon jetzt haben die Landesbanken und die IKB in Nordrhein-Westfalen, durch ein risikofreudiges und entgegen aller, eigentlich der berufsbedingten Vorsicht der Bänker zuwider, Milliardenverluste eingefahren. Dieses geschah, trotz Bankenaufsicht, trotz vieler Politiker in den Aufsichtsräten.
Diese ernüchternde Feststellung, hat auch zu einer nie gekannten Vertrauenskrise der Bürgerinnen und Bürger gegenüber den Banken geführt. Ist der berühmte Sparstrumpf, das Geld unter der Matratze, nicht besser angelegt?
Eh man zu solchen Erkenntnissen kommt, sollten unsere Politiker wirklich massiv eingreifen und ein Stück einer verantwortungsbewussten sozialen Marktwirtschaft, auch in die Bankenwelt zurückbringen. Gerade die deutschen Banken schulden dem Mittelstand, als Beschäftigungs- und Ausbildungsmotor der deutschen Wirtschaft, die erwünschte finanzielle Begleitung. Mit 80 % aller gewerblich Beschäftigten wäre hier das Geld als Kredite besser angelegt gewesen.
Aber gerade den vorgenannten Mittelständlern wurde das geringste Vertrauen seitens der Banken entgegengebracht. Vielleicht passten sie nicht in das Konzept der Maßlosigkeit?
Übrig bleibt, wenn es Herr Ackermann ernst meint, dass die Bankenaufsicht in allen Bereichen verstärkt wird und die Banken verpflichtet werden, ihre Risikogeschäfte mit eigenen Mitteln abzusichern.
Ebenso bleibt zu hoffen, dass die Banken durch solide und weniger geldgierige Geschäfte nach und nach das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen. Eine jede Volkswirtschaft, und ganz besonders die soziale Marktwirtschaft braucht ein verlässliches und vertrauenswürdiges Banksystem, mit allen guten Selbstheilungskräften!
Werner Künkler
Landesverbandsvorsitzender der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung, Landesverband Nordrhein-Westfalen
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